Markenbotschafter | Employee Branding

Mitarbeiter als Markenbotschafter aktivieren:

Vertrauen, Relevanz und Authentizität sind für Unternehmen heute wesentliche Erfolgsfaktoren. Hergebrachte Werbestrategien greifen dabei oft ins Leere. Die Ware, die beim modernen Kunden zieht, ist Glaubwürdigkeit. Und genau hier kommen die Mitarbeiter ins Spiel. Denn diese genießen mittlerweile eine höhere Glaubwürdigkeit bei Kunden als Geschäftsführer oder hochrangige Manager der Firma. 

In den sozialen Medien aktive Mitarbeiter können einen wertvollen Beitrag zum Erfolg ihrer Arbeitgeber leisten und sich dabei auch selbst etwas Gutes tun. 

Das Marketing-Rezept heißt „Employee Advocacy” – zu Deutsch: 

Es geht darum, Mitarbeiter als Markenbotschafter zu aktivieren und deren Einfluss bei ihren Social Media-Peers für das Unternehmen zu nutzen.

Mitarbeiter als Markenbotschafter einsetzen – darum geht‘s

Unternehmen, die Mitarbeiter als Markenbotschafter aktivieren, profitieren deutlich. Die Unterstützung durch die eigene Belegschaft kann viele Formen annehmen. Der verbreitetste und effektivste Kanal für diese Art von Mitarbeiterengagement ist heute Social Media.

Studien zeigen, dass Mitarbeitern mehr als doppelt so viel Vertrauen entgegengebracht wird, als dem CEO, leitenden Angestellten oder aktiven Verbrauchern, die dem Unternehmen positiv gesinnt sind. 

Social Media-Posts von Mitarbeitern erzeugen acht Mal mehr Engagement als Posts von ihren Arbeitgebern. Die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen einen Post eines Freundes über eine Marke lesen, ist 16-mal höher als bei Beiträgen, die die Marke selbst veröffentlicht.

Oft betreiben Mitarbeiter auch eigene Social Media-Profile. Und es ist nicht unwahrscheinlich, dass sie sich auf Plattformen engagieren, die Ihre Marke noch nicht für sich entdeckt hat.

Zudem profitieren sowohl kleine wie größere Firmen von Programmen für interne Markenbotschafter. 

Mitarbeiter, die sich als Markenbotschafter für Unternehmen engagieren, sorgen für weitere positive Nebeneffekte. Ein Mitarbeiter kann für sein Unternehmen werben, gesuchte Profis für seine Firma interessieren oder von einem Medium für eine News interviewt werden. Und auch der Mitarbeiter profitiert von seinem Einsatz als Markenbotschafter.

Aber das wohl wichtigste Argument für den Einsatz von Mitarbeitern als Markenbotschafter: Das Thema ist noch jung und der frühe Vogel fängt bekanntlich den Wurm. 

Mache diese Unternehmenskultur zur Priorität

Mitarbeiter, die sich für ein Engagement als Markenbotschafter begeistern, muss der Job mehr geben, als nur die monatliche Gehaltsabrechnung. In einer Studie gaben 18% der befragten Mitarbeiter an, dass die Unternehmenskultur ihre Loyalität und ihr Engagement für ein Unternehmen erhöhen würde.

Das bedeutet, Unternehmen sind gefordert, authentische Verbindungen zu den Mitarbeitern aufzubauen. Weitere vertrauensbildende Maßnahmen: Zugang zu Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen und Fairness bei Beförderungsentscheidungen zu beweisen.

Ebenfalls für Vertrauen sorgt die Verknüpfung von Arbeit und Beiträgen der Mitarbeiter mit einem breiteren bzw. übergeordneten Anliegen. Natürlich dienen nicht alle Unternehmen einem höheren oder zumindest naheliegenden sozialen Zweck. Doch es gibt unterschiedliche Ansätze, die es Mitarbeitern erleichtern, sich stärker mit ihrer Arbeit zu identifizieren. 

Darunter:

  • Identifikation des Unternehmens oder Ihrer Marke als Branchen-Disruptor, der Innovationen inspiriert
  • Etwas zurückgeben (d.h. durch Initiativen für Umweltverantwortung oder gemeinnützige Arbeit)
  • Konzentration auf den Service
  • Unterstützung der Mitarbeiter in Notfällen
  • Reputation des Unternehmens als Branchenführer hervorheben

Hol die Mitarbeiter an Bord

Du hast eine attraktive und interaktive Arbeitsplatzumgebung geschaffen? Nun musst du deine Mitarbeiter dazu motivieren, sich positiv über das Unternehmen zu äußern. 

Setze Ziele und KPIs für ein Markenbotschafterprogramm

Möglicherweise posten deine Kollegen bereits in ihren Social Media-Feeds über die Arbeit. Sie tun dies vielleicht von selbst. Aber ohne ein organisiertes System haben Sie keine Möglichkeit, die Ergebnisse zu tracken.

Je konkreter du deine spezifischen Ziele definierst, umso eher sind deine Mitarbeiter in der Lage, diese zu unterstützen. Falls Sie beispielsweise die Bekanntheit steigern wollen, bitte deine Mitarbeiter, mehr über die Marke zu berichten. Handelt es sich um ein neues Produkt, erstelle gemeinsam teilenswerten Content zu diesem Produkt. Geht es um den Share of Voice, identifiziere und organisiere Mitarbeiter, die mehrere Plattformen nutzen und/oder häufig posten.

Andere Ziele könnten eine Verbesserung der organischen Reichweite, das Steigern des Traffics aus den sozialen Medien oder die Ausweitung einer Demografie sein. Schau dir in jedem einzelnen Fall an, wie die Lobbyarbeit der Mitarbeiter helfen kann.

Erstellen Sie Social Media-Richtlinien

Mitarbeiter sollten nicht nur die Botschaft kennen, sondern auch wissen, wie man diese am besten kommuniziert. In welcher Sprache sollen sie posten? Und wie oft? Wie sollen sie auf Kommentare reagieren?

Klare Social Media Richtlinien beenden das Rätselraten um diese und andere Fragen. Je einfacher die Teilnahme an einem Markenbotschafterprogramm für die Mitarbeiter gestaltet ist, umso eher wird mitgemacht.

Richtlinien gewährleisten zudem die Plattform- und Account-übergreifende Konsistenz. Du möchtest vermeiden, dass ein Mitarbeiter einen respektlosen Ton annimmt, während sich andere brav und förmlich geben.

Darüber hinaus schützen Richtlinien die Reputation des Unternehmens und vor rechtlichen Problemen und Sicherheitsrisiken.

Einige Richtlinien sind nur vernünftig – zum Beispiel, um vulgäre oder intolerante Formulierungen zu unterbinden. Andere solltest du der Rechtsabteilung überlassen. Aber du kannst auch die Mitarbeiter um ihren Input bitten. Binde deine Mitarbeiter frühzeitig ein – dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich diese auch an alle Regeln halten.

Stelle auch sicher, dass die Richtlinien klar verständlich sind und sich leicht befolgen lassen. Leitlinien sollten interne Markenbotschafter befähigen, anstatt sie einzuschränken. Füge Empfehlungen hinzu, was, wo und wie geteilt werden kann.

Unterrichte deine Mitarbeiter über Social Media Best Practices

Deine Leute verfügen in der Regel über unterschiedliche Social Media-Expertise. Bring deshalb alle in puncto Social Media Best Practices auf den neuesten Stand. Dies gilt für jeden Mitarbeiter – abteilungsübergreifend vom Praktikanten bis zum Chef. Eine Schulung aller Mitarbeiter zu Unternehmenspolitik und -richtlinien schafft gleiche Wettbewerbsbedingungen. 

Wenn du dir nicht sicher bist, wie du das Thema “Markenbotschafter” umsetzen kannst, dann zögere nicht und kontaktiere uns. Wir sind gerne mit unserer Expertise an deiner Seite.

Sorge für Konsistenz bei der Bereitstellung neuer und teilbarer Inhalte. Damit können auch Mitarbeiter konsistent agieren und neue Social Media-Gewohnheiten für das Teilen von Content entwickeln. Biete, wenn möglich, einen Mix aus Spaß, teilbaren Inhalten und Branchentrends.

Ernenne Verantwortliche für das Markenbotschafterprogramm

Führungskräfte bestimmen in puncto Social Media oft das Tempo. Aber wenn das Unternehmen groß genug ist, ist es sinnvoll, die Verantwortung für bestimmte Aspekte des Markenbotschafterprogramms an geeignete Mitarbeiter auszulagern. Zu diesen Aufgaben können die Kommunikation von Unternehmensleitlinien und Zielen oder das Schaffen geeigneter Anreize gehören.

Ein kaskadierter Prozess optimiert die Einführung der Markenbotschafter-Initiativen. Der Verantwortliche muss die Botschaft nur einmal an eine kleinere Gruppe von Personen weitergeben. Diese vermitteln sie dann an ihre Teams.

Die Begeisterung für das eigene Markenbotschafterprogramm wird mit der Zeit abflauen. Es werden weniger Inhalte geteilt und manche Mitarbeiter werden ihr Engagement ganz einstellen. Um zu verhindern, dass das Programm still und leise einschläft, müssen deine Verantwortlichen proaktiv agieren und das Programm immer wieder positiv ins Bewusstsein rufen.

Gerne helfen wir bei der Erstellung des Markenbotschafterprogramms sowie einen genaue Workflow-Sheet für eine bestmögliche Umsetzung. Wir sind telefonisch, per Mail oder über unsere Social-Media Kanäle jederzeit für Anfragen erreichbar. 

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