Instagram Saves – Was hat es damit auf sich?

Gibt es eine bislang wenig beachtete Funktion bei Instagram, die, wenn man sie richtig triggert, dabei helfen kann, die Sichtbarkeit des eigenen Accounts deutlich zu steigern?

Darüber wird gerade in der Instagram- und -Influencer-Marketing-Szene diskutiert. Die Theorie: Posts auf der Bilder-Plattform erhalten durch „Saves“, also wenn Nutzer diese speichern, einen deutlichen Push. 

Seitdem Instagram-Chef Adam Mosseri im Juni 2019 auf der von Facebook veranstalteten Konferenz F8 einen Test ankündigte, in dessen Rahmen Instagram in einigen Märkten die Likes ausblendet, ist die Verunsicherung groß in der Szene der Instagram-Influencer und der Influencer-Marketing-Macher. Ziel sei es, dass die Nutzer Instagram weniger als einen Wettbewerb empfinden, so Mosseri auf der F8-Bühne. Seit im Jahr 2019 die Tests auf viele Länder aufgewertet wurde, gilt es als nahezu sicher, dass Instagram in naher Zukunft auf der gesamten Plattform öffentlich keine Like-Zahlen mehr anzeigen wird.

Eine zweieinhalb Jahre alte Funktion rückt plötzlich in den Fokus

Die Tests sorgen zum einen für Verunsicherung darüber, was es für Influencer bedeutet, wenn ihre Like-Zahlen nicht mehr öffentlich einsehbar sind. Zum Anderen rätselt die Branche, was an die Stelle von Likes treten könnte, wenn deren Relevanz für Instagram möglicherweise abnimmt. Im Zuge dieser Entwicklung erfährt eine ältere Instagram-Funktion plötzlich deutlich mehr Beachtung als bisher: die Möglichkeit, Posts zu speichern, welche seit Dezember 2016 existiert, sowie die gespeicherten Posts ähnlich wie bei Pinterest in „Collections“ (oder „Sammlungen“, wie sie in Deutschland heißen) zu organisieren, was seit April 2017 möglich ist. 

Business-Profile können auf Instagram Zahlen darüber abrufen, wie häufig die eigenen Inhalte von Nutzern gespeichert wurden. Die Nutzer müssen dafür über das Menü in den Insights-Bereich wechseln und dort im Content-Reiter unter Feed-Beiträge auf „Alle ansehen“ tippen. Danach können sie die Metrik („Gespeichert“) und den Zeitraum einstellen und sich entsprechende Auswertungen anzeigen lassen.

„Mit Micro-Blogging lässt sich ein Goldschatz heben“

Die aktuelle Diskussion über Saves wurde James Nord, Gründer und CEO der New Yorker Influencer-Marketing-Plattform Fohr, angestoßen. 

Saves seien wie „Super Likes“, sagte Nord im April 2019 und deutete damit an, dass Saves für Instagrams Algorithmus ein noch wichtigeres Signal als Likes seien. 

Die aus den USA stammende Reise-Influencerin Christina Galbato (224.000 Follower) plädierte im Juni 2019 in einem ausführlichen Post auf ihrem Instagram Account für längere Texte unter den geposteten Bildern. Durch „Micro-Blogging“ in den Captions würden die Nutzer länger auf dem Post verweilen – was für Instagram das Signal sei, dass diese den Content des jeweiligen Accounts in ihrem Feed sehen wollen. „Und wenn die Caption ihnen genug Mehrwert einbringt, oder sie genügend inspiriert, speichern sie den Post für später oder teilen ihn sogar mit einem Freund. Und in diesen Tagen zählen für den geheimnisvollen Instagram Algorithmus Saves und Shares noch deutlich mehr.“

Das Ziel der Instagram-SAVES

Das Ziel,  Inhalte von anderen Instagrammern speichern zu lassen, ist eine großartige Möglichkeit, um sicherzustellen, dass man wertvolle Inhalte hinzufügt, die a) seine Marke stärken und b) eine treue Anhängerschaft verschafft, die das liebt, was man teilt.

Biete also qualitativ hochwertige Inhalte an. Die Leute kommen zu Instagram für die Bilder, aber sie bleiben für deine Inhalte! 

Wir lieben die Idee, einen Mehrwert zu schaffen und dem Publikum Etwas zu bieten, basierend auf dem, was unter der Box geschrieben steht. Mit Micro Blogging auf dem Vormarsch ist Instagram der perfekte Ort, um qualitativ hochwertige Inhalte wie ein Karussell mit einer schrittweisen Anleitung, oder etwaige Ratschläge zu gewissen Themen zu geben. MEHRWERT ist KING!

Warum werden Speicherungen nicht immer so sorgfältig erfasst?

Die meisten Social-Media-Vermarkter und Unternehmen setzen fast alles daran, Likes und Kommentare zu erhalten. Dies sind aktive, sichtbare Formen des sozialen Beweises, die deiner Marke helfen können, etablierter auszusehen und zusätzliche Aufmerksamkeit der Nutzer zu erregen, während sie gleichzeitig den Algorithmus verbessern.

Instagram Saves hingegen sind so ziemlich das Gegenteil von Social Proof. Andere Benutzer können nicht wissen, wie viele Personen einen Beitrag gespeichert haben. Das Speichern erfolgt auch in weniger Bänden, da dies Instagram ist. Die Priorität für die meisten Benutzer besteht darin, Inhalte anzuzeigen und nicht unbedingt wertvolle Tipps für das Leben zu finden, um sie später erneut anzuzeigen.

Instagram-Saves sind möglicherweise nicht sichtbar, aber das bedeutet nicht, dass sie nicht wichtig sind. Wenn du deine Speicherungen nachverfolgst, erhaltest du  außergewöhnliche Einblicke in die Inhalte, die deine Zielgruppe am wertvollsten findet und von denen sie mehr sehen möchten, bis zu dem Punkt, an dem sie den ersten Beitrag auf einer Plattform speichern, auf der ständiges Scrollen mit dem Daumen die Norm ist.

Stelle sicher, dass du die Speicherung als Teil deiner Social-Media-Verwaltungspraxis überwachst.

Kennzeichne uns mit deinen Inhalten. Wenn sie gut sind und einen Mehrwert bieten, werden wir sie auf jeden Fall speichern! 😉

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